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Sonntag, 14. April 2013

Glories - Mother Reverb (2013)

Newcomer auf einem Level mit den Großen.
Wer denkt, im Post-Rock Sektor gibt es keine großen Überraschungen mehr, der ist noch nicht über die Band Glories gestolpert. Zuhause ist die fünfköpfige Band in Birmingham (Alabama) und stilistisch bewegt man sich auf dem aktuellen Album „Mother Reverb“ schon sehr nah an aktuelle Größen im Genre. Dabei können die Fünf nicht auf eine lange Karriere wie andere zurückblicken, aber das außergewöhnnliche ist, Mother Reverb fühlt sich für ein Album von einer Newcomer Band sehr ausgefeilt an.

Die Band Glories versteht es exzellent, sehr viele Einflüsse in ihrem Werk zu verarbeiten, ohne tendenziell in einen vorgegebenen Stil abzudriften. Sicher wird man einige Paralellen zu internationalen Größen ausmachen. Doch während viele Bands einen Weg suchen, ihre Kompositionen marginal von der Masse etwas abheben zu wollen, schaffen Glories, eine große Portion Eigenständigkeit dem Album einzuhauchen. Man wird in erster Linie daher auf Klanglandschaften stoßen, die dynamisch vieles ausmachen, was im Post-Rock für Begeisterung steht.
Dazu kommt eine hochgradige Gitarreninstrumentalisierung für eine traumhafte Atmosphäre, welche einen sofort gefangen nimmt. Großartige Arrangements, welche zum Teil recht melancholisch ausfallen, findet man in Stücken wie zum Beispiel „Pagan Holiday“ – inklusive sehr sanften Drumeinlagen. Atmosphäre ist zu dem auch ein gutes Stichwort für „Let's Not Rush Out and Tell Everyone“ einem Stück mit hoher Ambient-Untermalung in Kombination mit einem gewaltigen Gitarrensolo.

Da darf man auf weitere Werke von Glories gespannt sein, eine wahrlich sehr talentierte Band und echte Bereicherung im Post-Rock Genre. Schön zu sehen und vor allem zu hören, dass es so etwas noch gibt. Mother Reverb ist unter der Rubrik ‚name your price‘ auf Bandcamp zu haben, eine echte Empfehlung!



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