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Freitag, 22. Juli 2016

Jameson Nathan Jones - Of Past & Present EP (2016)

Ein Debüt mit einer breiten Palette aus Klangfarben.
Liebe für starke Melodien mit einem sich immer weiter entwickelnden Sinn für Exploration. Dieser Aspekt steht Pate für den Pianisten und Musiker Jameson Nathan Jones aus den Staaten. Aus einer Reihe von aufgezeichneten Klavierimprovisationen und Experimenten beschloss der Amerikaner, zusammen mit seinem Freund und Cellisten Otávio Kavakama, ein Musikprojekt zu gründen. Im Genre der Neoklassik angesiedelt, gibt es erste Höreindrücke mit der EP „Of Past & Present“. Mit einem hohen Ziel: den Hörer emotional und unabhängig von der Instrumentierung zu bewegen.

Auch wenn die EP das Rad im Genre nicht neu erfindet, besitzt die Musik doch einen außergewöhnlichen Charme. Das Zusammenspiel von Klavier und Streichinstrumenten ist in Kombination mit elektronischen Nuancen sehr atmosphärisch ausgefallen und reichen schon tief in den Bereich des Ambient hinein. Alles zusammen ergibt einen leicht melancholischen und träumerischen Klangteppich, der eine tiefe Romantik zur klassischen Musik symbolisiert. Fragil und gefühlsbetont wurde das Klavier als Leitinstrument eingesetzt, um die große Vielfalt der Emotionen einzufangen. Regelmäßig wird dann vom Cello abgelöst, um der Stimmung gewichtigen Ausdruck zu verleihen. Jameson Nathan Jones malt akustisch anmutige Bilder in den Kopf des Hörers, die einen so schnell nicht mehr loslassen.

Die Palette dieser Klangfarben ist breit gefächert auf den 5 Songs, die Platz finden auf dem Debüt des Amerikaners. Sehr sorgsam und expressiv wurden die Lieder einstudiert, jeder beschäftigt sich mit einem Thema aus unserem Leben, könnte man titeln. Liebe, Sehnsucht oder Einsamkeit fallen da besonders ins Gewicht. Songs wie „Lux“ oder „Audiemus“ belegen das auf einer bezaubernden und sinnlichen Weise. Die Verschmelzung von moderner Klassik mit dem Ambient ist hier am attraktivsten ausgefallen. Auch sehr einfühlsam ist „Tenebris“ ausgefallen, mit einer bittersüßen Melancholie, die tief in das Herz und unter die Haut geht. „den Hörer emotional und unabhängig von der Instrumentierung zu bewegen“. Das ist auf der EP definitiv gelungen.

Jameson Nathan Jones und sein Freund mögen zwar unbeschriebene Blätter sein, dürfen dennoch als Bereicherung im Genre der Neoklassik angesehen werden. Freunde von emotionaler Klassik werden sehr dankbar sein für die Liebe und Interpretation dieser Musik. Die EP gibt es unter der Rubrik „pay what u want“ auf Bandcamp. Trotzdem ist hier Dankbarkeit in Form einer kleinen Spende mehr als nur angebracht.




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