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Freitag, 27. September 2013

Aesthesys - Ascendere EP (2013)

Magische Augenblicke auf Spitzenniveau - kostenlos!
Nicht neu und weit verbreitet ist die Kombination aus Post-Rock mit traditionellen Ambiente und Facetten aus der Neoklassik. Trotzdem ist es immer wieder eine Freude auf Bands zu stoßen, die diese Instrumentalisierung bis nahe am Perfektionismus gebracht haben. Aesthesys aus Moskau ist so ein Beispiel, als Solo-Projekt 2007 gegründet, hat sich das Ensemble als Sextett weit über die Landesgrenzen etabliert. Mit Erfolg – denn mit ihrem siebten Streich „Ascendere“ vereinen die Russen oben genannte Genres zu einen homogenen Gefüge mit wahren Hörgenuss.

Das Ganze ist sehr orchestral aufgezogen, mit Einbindungen von typisch-altbewährten Instrumenten. Die Elemente aus dem Post-Rock stehen wie bei anderen Formationen nicht direkt in den Vordergrund, sondern wurden eher dazu arrangiert, als Klanggerüst und atmosphärische Gesinnung zu agieren. Darauf setzen Aesthesys stilistisch fast schon einzigartige Kompositionen mit Fokus auf Violine oder dem Piano, nicht selten verleihen die Sechs so ihren Songs einen Spin aus Komplexität und Dynamik. Bestes Beispiel hierfür dürfte der Titel „Arise from Dreams of Thee“ sein, mit seinen fast schon ergreifenden Klanglandschaften. Violine, Schlagzeug und Gitarren spielen auf einem sehr hohen Niveau und einfach auch perfekt zusammen.

Sehr magische Augenblicke, was einen hier Aesthesys präsentieren. Etwas anders geht „La Torre del Silenzio“ da zur Sache. Sehr ruhige und teils melancholische Momente im Neoklassischem Gewand verzaubern den Hörer immer wieder auf das Neue. Und mit der instrumentalen Reise „Sailing to Constantinople“ hat man die Stimmung auf dem Meer nahezu perfekt umgesetzt. Man bekommt den Eindruck, selbst an Bord zu sein von dieser musikalischen Bildsprache.

Um ehrlich zu sein, ist man schon tief beeindruckt, was Aesthesys auf ihrem mittlerweile 7. Werk erschaffen haben. So etwas findet man nicht alle Tage und es ist schön zu sehen, mit wieviel Liebe und Engagement die Moskauer hier einen verzaubern – und wollen nicht mal Geld dafür! Denn Ascendere ist auf Bandcamp unter der Rubrik „pay what you want“ zu haben. Aber dafür lässt man ganz sicher ein paar Rubel springen für so ein faszinierendes Meisterwerk!



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